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GIMAT Liquid Monitoring
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KI-gestützte Ernte- und Qualitätsprognose: GIMAT Liquid Monitoring sucht Partner aus Landwirtschaft und Lebensmittelhandel

Allgemein, Praxis

Für ein gemeinsames AgTech-Pilotprojekt sucht GIMAT Liquid Monitoring landwirtschaftliche Betriebe, Erzeugergenossenschaften und Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, die eine digitale Qualitäts- und Lieferkette für Frischobst mitentwickeln

Das perfekte Geschmackserlebnis von Frischobst entscheidet über den Erfolg im Verkaufsregal. Um die Brücke von der landwirtschaftlichen Erzeugung bis in die Logistik des Handels digital zu schlagen, initiiert die GIMAT GmbH Liquid Monitoring eine wegweisende Entwicklungspartnerschaft zum Aufbau einer KI-gestützten Ernte- und Qualitätsprognose.

Für diese praxisnahe Pilotphase sucht das Unternehmen den direkten Schulterschluss mit innovativen Partnern aus dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sowie fortschrittlichen landwirtschaftlichen Betrieben und Erzeugergenossenschaften. Während die Erzeuger als aktive Daten-Lieferanten direkt am Strauch agieren, übernehmen die Partner aus dem Lebensmittelhandel die Validierung der Logistik- und Wareneingangsprozesse in der Praxis. Beide Seiten profitieren dabei von einem direkten, exklusiven Technologie- und Wissensvorsprung in einer datengesteuerten Lieferkette.

Das Problem im LEH: Lebensmittelverschwendung durch reaktive Qualitätskontrolle

Bisher erfolgt die Qualitätsprüfung im Lebensmitteleinzelhandel meist reaktiv beim Wareneingang im Zentrallager. Zu späte Erkenntnisse über den tatsächlichen Reifegrad führen zu logistischen Ineffizienzen, unvorhersehbaren Qualitätsabweichungen und vermeidbarem Verderb (Food Waste). GIMAT bricht mit diesem Prinzip durch einen vorausschauenden, datenbasierten „From Field to Fork“-Ansatz.

Der blinde Fleck: Kontinuierliche Reifeprozesse in der Lieferkette

Da sich das sensible Verhältnis von Süße (Brix-Wert) und Säuregehalt auf dem Transportweg vom Feld bis ins Supermarktregal durch natürliche Reifeprozesse kontinuierlich verändert, greift eine einmalige Kontrolle zu kurz. Das Pilotprojekt etabliert daher messbare Kontrollpunkte entlang der gesamten Kette: von der Bestimmung der Pflückreife über den Wareneingang im Zentrallager bis hin zur Genussreife im Markt. Die Entwicklungspartner bringen hierbei ihre operativen Daten ein, um die KI mit realen Logistik- und Reifeszenarien zu trainieren.

Die Basis: Berührungslose, sekundenschnelle Qualitätsmessung auf allen Stufen

Mit mobiler, zerstörungsfreier Infrarot- und digitaler Messtechnik von ATAGO – wie den innovativen Infrarot-Refraktometern der Serie ATAGO HIKARi oder den digitalen Modellen der PAL-BX|ACID-Serie – erfassen Erzeuger die entscheidenden Qualitätsparameter vollkommen berührungslos direkt am Strauch oder Baum. Das System erfasst das entscheidende Zusammenspiel aus Brix-Wert und Säure ganzheitlich. Da die Messung mit diesen Hand-Refraktometern innerhalb von Sekunden erfolgt, kann dieses Verfahren ebenso einfach und blitzschnell auf allen nachgelagerten Stufen der Transportkette eingesetzt werden. Sämtliche Messgeräte sind digitale Geräte mit integrierter NFC-Technologie (Nearfield Communication): Die erfassten Daten werden ganz einfach per Smartphone aus dem ATAGO-Gerät in eine App „rübergezogen“ und von dort direkt in die Cloud übertragen. Die ermittelten Werte stehen somit ohne manuellen Aufwand sofort vollständig digitalisiert zur Verfügung.

Die Vision: Gemeinsame Cloud für maximale Planungssicherheit

Für die softwareseitige Umsetzung nutzt GIMAT ein eingespieltes Netzwerk und greift auf einen langjährigen Technologiepartner zurück, mit dem bereits erfolgreich Großprojekte in anderen Industriebranchen realisiert wurden. Die Felddaten werden nahtlos in eine smarte Cloud-Plattform hochgeladen. In dieser Cloud entsteht der entscheidende gemeinsame Mehrwert für die Transparenz der Lieferkette: Sowohl der Erzeuger als auch der Abnehmer im Lebensmitteleinzelhandel erhalten gleichberechtigten Zugriff auf dieselben Echtzeit-Reifekurven. Diese lückenlose, digitale Transparenz erhöht die Planungssicherheit für beide Seiten signifikant:

  • Konkreter Mehrwert für landwirtschaftliche Betriebe & Erzeugergenossenschaften: Agrarbetriebe belegen ihre Erntequalität lückenlos, reduzieren Reklamationen beim Abnehmer durch objektive Daten und positionieren sich als digitale Premium-Lieferanten mit verlässlichen Lieferzusagen.
  • Konkreter Mehrwert für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH): Einkäufer und Logistiker können Transporte exakt „Just-in-Time“ steuern, bevor die Ware verdirbt. Das senkt die Abschreibungen im Markt drastisch, optimiert die Regal-Frische und bietet Verbrauchern eine garantierte, gleichbleibende Fruchtqualität.

Starke Technologie-Allianz als Fundament

Dass dieses Innovationsprojekt die Schnittstelle vom Feld in die Cloud besetzen kann, liegt an der Kombination der Kompetenzen: Die GIMAT GmbH ist das einzig autorisierte und zertifizierte ATAGO Service Center in Deutschland sowie in ganz Zentral- und Nordeuropa. Das Unternehmen agiert somit nicht als reiner Händler, sondern versteht die hochpräzise optische und digitale Messtechnik des weltweit führenden Herstellers ATAGO (Japan) bis in die physikalische Tiefe. Diese verfahrenstechnische Expertise bildet das Fundament für die Entwicklung moderner Datenschnittstellen.

Gemeinsam mit der bewährten Software- und Cloud-Architekturkompetenz des langjährigen Entwicklungspartners werden die Datenströme gebündelt. So entsteht das KI-gestützte Vorhersagemodell, das die Felddaten im Zusammenspiel mit Klimadaten digital prognostiziert.

Aufruf zur Entwicklungspartnerschaft: Die Zukunft des AgTech-Handels mitgestalten

Um diese vernetzte, KI-gestützte Lieferkette von der ersten Zeile Code an praxisnah und bedarfsgerecht zu entwickeln, sucht GIMAT nun eine echte Entwicklungspartnerschaft mit einem zukunftsweisenden Handelsunternehmen und ambitionierten Erzeugern. Die gesuchten Partner bringen somit ihre wertvolle Anwendungsseite ein, um die digitale Lieferkette der Zukunft aktiv mitzugestalten und sich exklusive Marktvorteile zu sichern.

Kontakt für Projekt- und Partnerschaftsanfragen:

Interessierte Handelsunternehmen (Innovationsteams/Einkauf) und Erzeugergenossenschaften wenden sich bitte direkt an den Geschäftsführer Dr.-Ing. Volker Koschay: volker.koschay@gimat.de.

 

16. Juli 2026
https://www.gimat.de/wp-content/uploads/2026/07/ATAGO_HIKARI_746x466.webp 466 613 heartbit /wp-content/uploads/2016/12/GIMAT_Logo.png heartbit2026-07-16 11:53:152026-07-20 12:04:56KI-gestützte Ernte- und Qualitätsprognose: GIMAT Liquid Monitoring sucht Partner aus Landwirtschaft und Lebensmittelhandel

Wenn die Brauerei schläft, hungert die Kläranlage: Wie zwei smarte Sonden das „Wochenend-Dilemma“ lösen

Allgemein, Praxis

Kläranlagenbetreiber kann dank Bio-Sensoren von SENTRY seine Betriebskosten reduzieren und Grenzwerte sicher einhalten.

Ein strenger Grenzwert am Ablauf, zwei Großbrauereien im „Feierabend“ und eine Biologie im Hungerstreik: Wenn am Wochenende die Produktion lokaler Industriebetriebe stillsteht, geraten viele Kläranlagen in eine gefährliche Schieflage. Am Beispiel eines aktuellen Kunden zeigt GIMAT Liquid Monitoring, wie ein biologisches Zwei-Sonden-System den Verbrauch des teuren Hilfsstoffs Ethanol reduziert, das Budget schont und die Gewässer schützt.

Das unsichtbare Drama am Freitagabend

Kläranlagen schlafen nie. Doch ihr wichtigster Motor – die Milliarden von Mikroorganismen im Belebungsbecken – lebt im Rhythmus der lokalen Industrie. Unter der Woche ist die Welt auf der betroffenen Kläranlage noch in Ordnung: Zwei Großbrauereien leiten ihre Produktionsabwässer ein. Für die Bakterien ist das ein Festmahl. Sie stürzen sich auf den gelösten Kohlenstoff und nutzen diese Energie, um den umweltschädlichen Phosphor ganz natürlich und biologisch aus dem Wasser zu eliminieren (Bio-P-Elimination).

Doch pünktlich zum Wochenende oder an Feiertagen folgt der Schock: Die Produktion in den Brauereien stehen still, der Abwasserstrom von diesen Einleitern reißt ab. Auf der Kläranlage bricht schlagartig eine biologische Hungersnot aus. Ohne den gewohnten Kohlenstoff stellt die Mikrobiologie die Arbeit ein. Der natürliche Phosphorabbau kollabiert.

Die Konsequenz ist fatal: Der Phosphor-Gesamtwert (Pges) am Ablauf der Anlage steigt unkontrolliert an. Selbst eine hastig hochgefahrene, chemische Fällung mit Eisensalzen konnte die strengen behördlichen Grenzwerte in der Vergangenheit oft nicht abfangen. Die Anlage stand regelmäßig mit dem Rücken zur Wand.

Ethanol: Der teure Rettungsanker

Die verfahrenstechnische Rettung für hungrige Bakterien klingt simpel: Man füttert sie künstlich mit einer externen Kohlenstoffquelle – hochreinem Ethanol. Es wirkt wie flüssiges Kraftfutter und bringt den biologischen Motor sofort wieder auf Touren.

Doch Ethanol hat eine Schattenseite: Es ist extrem teuer.

Bisher glich die manuelle Dosierung einem riskanten Blindflug:

  • Dosiert man zu spät, schießen die Phosphorwerte ins kritische Rot. Neben einer Pflichtverletzung zur Einhaltung der Grenzwerte besteht für Kläranlagenbetreiber die Gefahr, dass die Aufsichtsbehörde „auf der Matte steht“.
  • Dosiert man zu lang (etwa weil die Brauereien viel früher als gedacht wieder Kohlenstoff liefern), verbrennt die Anlage Tausende Euro für ungenutzte Chemie.

Auch eine starre Zeitschaltuhr versagt hier völlig. Die Anlage brauchte dringend „Augen“, um den Hunger der Bakterien in Echtzeit zu sehen.

Der digitale Blick auf das Wohlbefinden der Bakterien

Genau hier setzt die Lösung von GIMAT an. Statt auf Verdacht zu dosieren, installierte das Team ein SENTRY Zwei-Sonden-System. Das Prinzip ist revolutionär: Auf den Sonden wächst ein hauchdünner Biofilm aus den Original-Bakterien der Kläranlage. Wenn diese Mikroorganismen den verfügbaren Kohlenstoff verstoffwechseln, erzeugen sie minimale elektrische Ströme. Das System misst also im Minutentakt den tatsächlichen „Herzschlag“ und das Nahrungsangebot der Biologie.

Um das Wochenend-Dilemma zu knacken, wurden die Sonden als strategisches Duo platziert:

Sonde 1 im Zulauf (nach der Vorklärung): Sie fungiert als digitaler Wachposten. Sie sieht sofort, wenn die nahrhafte Brauereifracht am Wochenende ausbleibt oder am Montag die erste Welle wieder anrollt.

Sonde 2 in der anaeroben Zone (Bio-P-Stufe): Sie misst direkt die Aktivität der Phosphor-Bakterien. Sie meldet der Leitwarte in Echtzeit: „Achtung, wir hungern, der Abbau droht zu kippen!“ oder „Wir sind satt, Fütterung einstellen!“

Punktlandung: Vollgas und Vollbremsung im richtigen Moment

Das Ergebnis in der Praxis ist ein Paradebeispiel für moderne, datenbasierte Abwasserwirtschaft. Die Ethanol-Dosierung folgt heute nicht mehr dem Kalender, sondern dem echten biologischen Bedarf:

  1. Sichere Grenzwerte: Signalisiert das SENTRY-Duo den Kohlenstoffmangel, startet die Ethanol-Zugabe vollautomatisch und exakt dosiert. Der biologische Phosphorabbau läuft lückenlos weiter, die Ablaufwerte bleiben stabil unter den strengen Grenzwerten.
  2. Die automatische Reißleine: Sobald die Brauereien nach dem Wochenende wieder produzieren und der natürliche Kohlenstoff die Anlage erreicht, schlägt die Zulaufsonde sofort an. Die Ethanol-Pumpe stoppt augenblicklich. Kein einziger teurer Liter wird verschwendet.

Fazit: Investition, die sich von selbst bezahlt

Die Erfolgsgeschichte zeigt: Nachhaltiger Gewässerschutz und wirtschaftliche Betriebsführung sind kein Widerspruch. Mit dem SENTRY-System von GIMAT schaut der Klärwärter nicht mehr in den Rückspiegel, sondern steuert die Anlage vorausschauend. Durch die enorme Einsparung beim teuren Ethanol amortisiert sich das reagenzien- und wartungsfreie System in kürzester Zeit – und sorgt für entspannte Gesichter in der Leitwarte, auch am Wochenende.

15. Juli 2026
https://www.gimat.de/wp-content/uploads/2026/07/sentry_746x466.webp 466 621 heartbit /wp-content/uploads/2016/12/GIMAT_Logo.png heartbit2026-07-15 11:43:152026-07-20 11:52:26Wenn die Brauerei schläft, hungert die Kläranlage: Wie zwei smarte Sonden das „Wochenend-Dilemma“ lösen

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