Im Kühlschmierstoff-Management gibt es drei Wege der Automatisierung: Teil-, Voll- oder hybride Automatisierung. Alle haben ihre Berechtigung, aber am Ende entscheidet die Wirtschaftlichkeit.
Speziell für mittelständische Betriebe haben wir bei GIMAT mit dem DOSIMETRIX (beim DPMA als Gebrauchsmuster eingetragen) einen klugen Mittelweg definiert: Die hybride Automatisierung.
Was steckt dahinter?
- Automatischer Kern: Mischen und Dosieren laufen 100 % automatisch (eMix1500). Das garantiert maximale Präzision und stabilisiert den Prozess dauerhaft.
- Echtzeit-Transparenz: Der Füllstand wird permanent „live“ und berührungslos überwacht. Das System arbeitet hier völlig wartungsfrei.
- Human-in-the-Loop: Der Mensch bleibt das entscheidende Korrektiv. Warum? Weil jede Inline-Sensorik – so präzise sie auch arbeitet – bei anspruchsvollen Medien (wie Ester oder Glykol) oder der „natürlichen“ pH-Drift regelmäßige Zuwendung benötigt. Wir versprechen kein „Rundum-Sorglos-Paket“, das die physikalischen Notwendigkeiten ignoriert. Eine gezielte digitale manuelle Messung ist hier oft prozesssicherer als eine hochkomplexe Sensorik, die dennoch manuell gereinigt und kalibriert werden muss.
- Closed-Loop Digitalisierung: Alle Daten fließen in die FLUIDAS-Cloud. Das System meldet automatisch Bedarfe, steuert selber die Nachdosierung und dokumentiert alles rechtssicher.Ein geschlossener Regel- und Informationskreis (siehe Grafik).
Ein Detail, das unseren ‚Closed Loop‘ besonders effizient macht: Wer ATAGO-Refraktometer nutzt, kann die Messwerte mittels integrierter NFC-Funktion direkt in die App und die FLUIDAS Cloud übertragen. Kein manuelles Notieren, keine Übertragungsfehler. Für alle anderen Messgrößen bleibt das System flexibel und erlaubt die händische Eingabe – so bleibt die Datenbasis für den eMix1500 immer lückenlos.
Fazit:
Wenn ohnehin ein Experte für die Instandhaltung der Messsysteme vor Ort sein muss, ist unser hybrider Ansatz oft der klügere Weg: Er entlastet das Personal massiv beim Mischen und Dosieren, nutzt aber die menschliche Fachkompetenz bei der finalen Kontrolle.
Das spart hohe Investitionskosten und schafft echte Transparenz – ohne falsche Erwartungen an eine wartungsfreie Vollautomatik.
Wie handhabt ihr das in der Praxis? Setzt ihr konsequent auf „Full-Auto“ oder ist der Faktor Mensch bei euch auch noch die wichtigste Kontrollinstanz?
